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CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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15.05.2012  » Cottbus / Cottbus
Cottbus Am Rande einer Demonstration der Neonazipartei NPD wurden mehrere Personen von Rechten angegriffen und verletzt.  (Quelle: Cottbus Nazifrei)
12.05.2012  » Spremberg / Spree-Neiße
Spremberg Nach Protesten gegen eine NPD-Demonstration in Cottbus wurden linke Jugendliche nachts vor einem Spremberger Jugendklub angegriffen. Mit Baseballschlägern bewaffnete Rechte schlugen die Scheiben eines vollbesetzten Autos ein. Die Insassen erlitten Schnittwunden und Prellungen, einem Betroffenen wurde ein Finger gebrochen.  (Quelle: LR)
01.05.2012  » Fehrbellin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Nach einer erfolgreichen Blockade eines Neonaziaufmarschs der Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland in Wittstock, wurde ein Jugendwohnprojekt in Neuruppin angegriffen. Eine Gruppe von 20 bis 30 Neonazis bewarfen das Haus mit Flaschen und Steinen. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten die Angriffe erfolgreich abwehren.  (Quelle: Mittendrin)
27.04.2012  » Wittstock/Dosse / Ostprignitz-Ruppin
Wittstock Ein Schüler einer 7. Klasse aus Gransee wurde von zwei Jugendlichen rassistische beschimpft und mit einem Teleskopschlagstock bedroht und geschubst. Der Klassenlehrer stellte sich schützend vor den Schüler. Er wurde ebenfalls von den Angreifern bedroht.  (Quelle: maz)
20.04.2012  » Cottbus / Cottbus
Cottbus Am Nachmittag griffen zwei Rechte einen Punk, der in Begleitung zweier Freundinnen war, von hinten an und brachten ihn zu Boden. Sie traten ihm ins Gesicht, zerstörten seine Brille und zwangen ihn, seine Jacke herauszugeben.  (Quelle: OPP)
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2008-07-29
Source: OPP

Mehr rechte Gewalttaten

Durch Nachmeldungen hat sich die Zahl der von der Opferperspektive erfassten rechten Gewalttaten im Jahr 2007 von 137 auf 151 Fälle erhöht. So viele Delikte hat der Verein noch nie gezählt. Die Opferperspektive fordert direkte Informationen aus dem Landeskriminalamt und kritisiert positive Trendmeldungen des Innenministeriums.

Im Februar dieses Jahres hatte die Opferperspektive für 2007 mit 137 rechten Gewalttaten einen leichten Rückgang zum Vorjahr festgestellt, als 140 Taten gezählt worden waren. Inzwischen sind 14 weitere Fälle bekannt geworden. Demnach haben sich letztes Jahr 151 rechte Gewalttaten in Brandenburg ereignet. Zusätzlich hat die Opferberatungsstelle Kenntnis von vier rechten Gewalttaten aus dem Vorjahr, bei denen die Geschädigten keine Anzeige stellen wollen.

Neben Gerichtsverfahren und eigenen Recherchen erfuhr der Verein von zahlreichen Fällen erst durch die Veröffentlichung der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei im Juni. Die Opferperspektive fordert eine direkte Information aus dem Landeskriminalamt anstatt auf die Parlamentsdokumentation warten zu müssen.

Sämtliche Taten sind mit Quellenangaben auf www.opferperspektive.de
veröffentlicht. Der Verein erfasst ausschließlich Gewalttaten, nicht gezählt werden Propagandadelikte. Die Opferperspektive orientiert sich an den polizeilichen Kategorien politisch motivierter Kriminalität, zählt jedoch auch Nötigungen, wenn diese für die Opfer schwerwiegend sind. Für die Differenz zu offiziellen Angaben ist die unterschiedliche Einschätzung von Tatmotiven ausschlaggebend.

Das Potsdamer Innenministerium betont stets, dass der Rechtsextremismus die größte Bedrohung der Demokratie darstellt. Unverständlich ist daher, weshalb das Ministerium ebenso regelmäßig von einer rückläufigen Zahl rechter Gewaltdelikte spricht. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes im März 2008 etwa strich Innenminister Jörg Schönbohm heraus, dass sich die Zahl rechter Gewalttaten verringert habe – im Vergleich zu 2004. Die beigefügten Tabellen wiesen einen Anstieg
der Delikte von 2006 auf 2007 aus.

Opferperspektive e.V.

Kontakt Dominique John

Telefon 0331 8170000 | 0160 7967232

(OPP)

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