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Christoph Schulze/Ella Weber (Hg.): Kämpfe um Raumhoheit. Rechte Gewalt, »No Go Areas« und »National befreite Zonen«

Kämpfe um Raumhoheit

Gibt es sie, die viel diskutierten »national befreiten Zonen«? Dieser Frage geht u.a. unser Mitarbeiter Christoph Schulze in dem Buch »Kämpfe um Raumhoheit. Rechte Gewalt, ›No Go Areas‹ und ›National befreite Zonen‹ nach

AUSSTELLUNG

Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«

»Opfer rechter Gewalt«

Die Wanderausstellung erinnert an die Todesopfer rechter Gewalt von 1990 bis 2005.

opfer-rechter-gewalt.de

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2011-12-14
Source: OPP

Die tödliche Dimension rechter Gewalt

Eine rechte Terrorgruppe zieht jahrelang durch das Land, um Menschen zu töten, denen sie das Lebensrecht abspricht. Aus dem Untergrund heraus, unbemerkt von Polizei und Öffentlichkeit.

Die Rede ist von »Döner-Morden«, ermittelt wird von einer »Sonderkommission Bosporus«, die die Taten in den Zusammenhang von Mafia und Schutzgelderpressung stellt. Statt von einem rassistischen Tatmotiv auszugehen, dominieren rassistische Klischees.

In den betroffenen Communities ist die Wirkung der Mordserie eine andere. Aus unserer Arbeit wissen wir: Gewalttaten im rechten Milieu sind nicht spontan und ungeplant. Sie zielen auch nicht nur auf das Opfer allein: Das Umfeld soll eingeschüchtert werden. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Rechte haben und gleich geschützt werden. Nach wie vor ist der Kampf gegen rechte Schläger auf den Straßen nicht gewonnen. Nach wie vor besteht die Gefahr wegen der Hautfarbe, wegen des Aussehens oder der kulturellen Zuordnung angegriffen zu werden.

Seit 1990 starben 27 Menschen durch die Gewalt von Neonazis in Brandenburg, zuletzt 2008 Bernd Köhler in Templin. Die Mordserie des Thüringer Neonazitrios zeigt erneut: Der Übergang von alltäglicher Neonazigewalt zu organisierten Formen, die die gezielte
Tötung von Menschen zum Ziel hat, ist fließend und allgegenwärtig.

Opferperspektive e.V.

(ulim)

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