Home  

Antidiskriminierung

Antidiskriminierung
Source: Stefan Gloede

Beratung Betroffener rassistischer Diskriminierung

Weitere Informationen hier

KONTAKT

Opferperspektive e.V.

Rudolf-Breitscheid-Str. 164, 14482 Potsdam
Telefon 0331 8170000
Telefax 0331 8170001
info(at)opferperspektive.de

Anlaufstelle Cottbus (Geänderte Sprechzeiten!)
Impressum

NEWSLETTER

Rundbrief

Sende eine Email ohne Betreff und Text an: op-news-subscribe (at) lists.so36.net

Pressemitteilungen Sende eine Email ohne Betreff und Text an: op-presse-subscribe (at) lists.so36.net

twitter | identi.ca

CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


latest 5 items
06.03.2010  » Zossen / Teltow-Fläming
Zossen In der Nacht wurden mehrere Gebäude mit Hakenkreuzen beschmiert und an einem Geschäft eine Morddrohung gegen ein Mitglied der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gesicht« hinterlassen. Es ist die zweite Morddrohung gegen einen Aktiven der Bürgerinitiative innerhalb von sechs Monaten.  (Quelle: OPP)
20.02.2010  » Potsdam / Potsdam
Potsdam Ein 34-jähriger Kameruner wurde auf dem Potsdamer Hauptbahnhof von einem 31-jährigen Betrunkenen rassistisch beschimpft und unter dem Ruf »Ich steche dich ab!« mit einem Messer bedroht.  (Quelle: dpa, 25.02.2010; Polizei)
20.02.2010  » Cottbus / Cottbus
Cottbus Eine 17-Jährige wurde im Stadtzentrum von zwei jungen Männern im Alter von 18 und 20 Jahren geschlagen und getreten. Dabei wurde die linksorientierte junge Frau am Knie verletzt. Die Täter sind der Polizei als rechtsorientiert bekannt.  (Quelle: Maz, 22.2.2010; PNN 23.2.2010)
18.02.2010  » Drebkau / Spree-Neiße
Drebkau Unbekannte warfen gegen 2 Uhr mit einem Fahrradständer die Scheibe eines Asia-Marktes ein und zündeten das Geschäft an. Das Geschäft brannte komplett aus. Die Polizei schließt eine politische Motivation nicht aus.  (Quelle: LR, 18.12.10; OPP)
15.02.2010  » Cottbus / Cottbus
Cottbus Ein junger Mann wurde am späten Abend aus einer größeren Gruppe heraus angegriffen. Die Täter schlugen mit Flaschen auf ihn ein und traten ihn, bis er zu Boden ging. Dort liegend wurde er weiter geschlagen, getreten und mit Flaschen beworfen.  (Quelle: LR, 18.12.10; OPP)
more
print
2009-11-26
Source: OPP

Neun Männer angeklagt wegen Überfall auf einen Jugendklub

Am 12. November 2009 eröffnete das Amtsgericht Cottbus den Prozess gegen neun Männer. Ihnen wird vorgeworfen, im Juni 2007 den Jugendklub Fragezeichen in Cottbus-Sachsendorf überfallen zu haben. Bei dem Überfall wurden zahlreiche Gäste verletzt.

Etwa 20 bis 30 Personen waren in den frühen Morgenstunden des 10. Juni 2007 in den Jugendklub eingedrungen. Dort feierten Jugendliche eine Electronic-Body-Music-Party. Am Eingang stehende PartybesucherInnen wurden mit Reizgas besprüht. Anschließend schlugen die Angreifer auf Gäste ein, die zum Teil erheblich verletzt wurden. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Als die Polizei eintraf, floh die Gruppe.

Einige der Täter wurden als Angehörige der rechten (Fußball-)Szene erkannt. Bereits im Mai 2005 war der Jugendklub von Rechten gestürmt worden. In den Räumen fand damals eine Informationsveranstaltung über Rechtsextremismus statt. Im Gegensatz zu diesem Angriff ist bis heute unklar, warum der Jugendklub im Juni 2007 überfallen wurde. Die Veranstalter der Party bezeichnen sich selbst als unpolitisch.

Zum Prozessbeginn am 12. November 2009 verweigerten alle Angeklagten die Aussage. Keine Angaben zum Motiv der Tat machte auch eine Zeugin. Richter Christian Grauer verhängte daraufhin 200 Euro Ordnungsgeld und Beugehaft. Er werde eine »Mauer des Schweigens« nicht dulden, betonte der Richter am Amtsgericht. Herrschte auf der einen Seite Schweigen, machten sich die rund 25 ProzessbesucherInnen aus dem Umfeld der Angeklagten durch Tuscheln und Kichern während der Vernehmungen immer wieder bemerkbar. Sie waren deutlich als Angehörige der rechten Szene erkennbar.

Weil die Gruppe der Angeklagten so groß ist, findet der Prozess in den Messehallen in Cottbus statt. Keine der Räume des Amtsgerichtes Platz hätte ausreichend Platz geboten.

Weitere Prozesstermine 26. November, 3., 10. und 17. Dezember, 9:00 Uhr, Messehallen Cottbus

Informationen Gesa Köbberling
Telefon 0151 59100085

(mabe)

print