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Antidiskriminierung

Antidiskriminierung
Source: Stefan Gloede

Beratung Betroffener rassistischer Diskriminierung

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CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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28.08.2010  » Schwedt/Oder / Uckermark
Schwedt Eine Gruppe Rechter lauerte am Rande des Konzertes »Unsere Stadt hat Nazis satt« einigen Besuchern auf. Ein Jugendlicher wurde zusammengeschlagen, einem anderen wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Schon am Nachmittag war einer Mitorganisatorin mit »Vergasung« gedroht worden.  (Quelle: OPP; Uckermark Kurier, Gegenrede, 30.08.2010)
08.08.2010  » Neuruppin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Gegen Mitternacht wurde ein Restaurantbesitzer von zwei Männern zusammengeschlagen und rassistisch beleidigt. Vorher hatten sie vor dem Restaurant randaliert und Mobiliar zerstört. Beide Täter wurden in Gewahrsam genommen.  (Quelle: OPP, MAZ)
05.08.2010  » Wittstock/Dosse / Ostprignitz-Ruppin
Wittstock Die Fensterscheiben eines Dönerimbiss wurden in der Nacht mit Steinen eingeworfen. Bereits am 3. August und am 12. Juni war die Glasfront des Imbiss zerstört worden. In einem Fall hatten Zeugen zwei männliche Personen beobachtet, die unmittelbar nach der Tat verfassungswidrige Parolen riefen.  (Quelle: IW 06.08.2010; MAZ 20.08.2010))
15.07.2010  » Forst (Lausitz) / Spree-Neiße
Forst In den frühen Morgenstunden betraten 15-20 vermummte Personen das Gelände des alternativen Jugendtreffs Park7 und warfen mit Pflastersteinen die Fensterscheiben des Hauptgebäudes ein.  (Quelle: Antifa Forst)
10.07.2010  » Templin / Uckermark
Templin Nach dem WM-Fußballspiel Uruguay-Deutschland versetzte ein früher als Rechter bekannter Mann aus einer Gruppe heraus einem jungen Alternativen einen Schlag ins Gesicht. Zuvor hatte der Angreifer erfolglos versucht, einen Begleiter des Jugendlichen gezielt zu schlagen.  (Quelle: OPP)
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2008-06-11
Source: BORG FFO

Zum Gerichtsurteil gegen fünf Rechtsextreme aus Frankfurt (Oder)

Mit Erschrecken haben wir den Abschluss in der Strafsache gegen fünf Rechtsextremisten verfolgt, die beschuldigt waren, während eines Informationsstandes der NPD in Frankfurt (Oder) am 1. April 2006 eine gemeinschaftliche Körperverletzung gegen vier linke Jugendliche begangen zu haben.

Die überzeugten Neonazis sind polizeilich und politisch einschlägig bekannt und teilweise vorbestraft. Um so mehr verwundert die Entscheidung des Frank­furter Amtsgerichtes. Nach einer kurzen Besprechung zwischen Staatsanwaltschaft, Richter und den Verteidigern war den Angeklagten am 5. Juni 2008 ein »Friedensangebot« gemacht worden: Gegen die Zahlung von Geldstrafen bzw. das Ableisten von Sozialstunden werde das Verfahren gegen sie eingestellt; ansonsten würden sie alle wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung verurteilt.

Für noch mehr Unmut sorgten die Worte der Richterin in der Urteilsverkündung, das Urteil sei auch für sie überraschend, da die Beweislage klar sei und alle fünf Angeklagten bereits am ersten Verhandlungstag einer Mittäterschaft überführt worden seien.

Die Beratungsstelle sieht in diesem Urteil einen Freibrief für gewaltbereite Neonazis. Es wirft die positive Entwicklung der Strafverfolgung von rechts motivierten Angriffen auf das Niveau der 1990er Jahre zurück. Das Urteil wird nicht dazu beitragen, dass junge Opfer rechter Gewalt den Weg einer Anzeige bis hin zu einem Gerichtsverfahren wählen. Das sollte allen behördlichen Beteiligten bewusst sein.

10. Juni 2008, Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Frankfurt (Oder)

Anschrift Beratungsstelle c/o Utopia e.V., Berliner Str. 24, 15230 Frankfurt (Oder)

Telefon 0335 6659994

Email borg-ffo (at) gmx (.) net

(OPP)

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